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durian



Durian ist die stachelige Frucht des Durian- oder Zibetbaumes (Durio zibethinus), deren Name vom malaiischen Wort „duri“, das Stachel oder Dorn bedeutet, abgeleitet wird.Michael J. Brown Durio – A Bibliographic Review. International Plant Genetic Resources Institute, 1997, S. 2 ISBN 92-9043-318-3 Sie wird häufig auch als Stink- oder Käsefrucht bezeichnet.

Der Baum


Der Zibetbaum, ursprünglich in Indonesien und Malaysia beheimatet, wird inzwischen überall in Südostasien kultiviert. Man findet ihn in Thailand, auf den Philippinen und sogar in Queensland in Australien. Haupthandelszentrum für Durians ist Singapur.

Der Baum erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 40 Metern; er trägt Blätter, die an der Unterseite goldgelb oder silbern sind. Die Blüten sind hellgelb und öffnen sich für weniger als 24 Stunden.

Die Durianfrucht



Die Frucht ist etwa kokosnuss- bis kopfgroß, von gelb- bis graugrüner Farbe und trägt etwa einen Zentimeter lange, holzigharte Stacheln. Das Fruchtinnere ist in vier bis sechs Segmente geteilt, jedes Segment enthält wieder bis zu sechs Samen, die vom Fruchtfleisch (eigentlich Samenmantel) umhüllt sind. Das Fruchtfleisch ist klebrig und die Frucht weist einen dicken Kern auf. Frisch vom Baum ist die Frucht wohlriechend und -schmeckend. Geschmack und Konsistenz erinnern dann etwas an einen gehaltvollen, festeren Vanillepudding. Innerhalb weniger Tage nach der Ernte entwickelt die Durian allerdings einen für die meisten Nichteinheimischen unerträglichen Geruch und Geschmack, der an faule Eier oder Terpentin erinnert.

Konsum und Verarbeitung





Die Früchte, die in Europa nur sehr selten frisch angeboten werden, werden zum Verzehr an den Nähten geöffnet. Der Kern mit dem Fruchtfleisch wird aus der Frucht geholt und das Fruchtfleisch verzehrt. Die letzten Reste des Fruchtfleisches werden dann mit der Zunge „abgeschält“, einschließlich der den Kern umgebenden Haut. Die Früchte sollten bei Kauf unversehrt sein, da die Frucht sich bei Überreife von selbst öffnet und der Geschmack dann leidet. In Singapur werden nach dem Genuss von Durian häufig Mangostanfrüchte verzehrt, da sie helfen sollen, die etwas schwer verdaulichen Durian besser zu verdauen.

Neben dem Rohverzehr dienen Durianfrüchte zur Herstellung von Marmelade, Kuchen, Speiseeis, Fruchtsaft und Currygerichten. Die Samen können geröstet ebenfalls verzehrt werden.

Mancherorts wird vor dem Genuss von Alkohol zusammen mit Durian gewarnt, da dies zu krampfartigen Bauchschmerzen führen soll. Mehrere medizinische Untersuchungen zu dieser Frage brachten bisher kein eindeutiges Ergebnis, legen aber den Schluss nahe, dass keine schädigende Wechselwirkung zu erwarten ist.

Verwendung in der Heilkunst


In der Volksmedizin werden die Blätter, Früchte, Rinde und Wurzeln bei Fieber und Gelbsucht verwendet.

Durian im Hotel und in Verkehrsmitteln





Aufgrund der Geruchsbelästigung ist die Mitnahme von Durianfrüchten in Hotels oder Flugzeugen meist nicht gestattet. Setzt sich der Geruch erst einmal fest, ist es schwierig, ihn wieder loszuwerden. Deshalb ist es in Hotels üblich, bei Verstoß gegen das Durian-Verbot das Zimmer für eine weitere Woche zahlen zu müssen. In Singapur ist auch das Mitführen von Durians in der MRT (U-Bahn) untersagt, worauf entsprechende Schilder hinweisen; auf eine Strafe wird allerdings verzichtet.

Diverses


Literatur


* Brigitte Kranz: Das große Buch der Früchte: exotische und einheimische Arten. Südwest-Verlag, München 1981. ISBN 3-517-00732-3.
* Nadja Biedinger: Die Welt der Tropenpflanzen. DuMont, Köln 2000. ISBN 3-7701-5294-8.
* Roland Hanewald: Essbare Früchte Asiens. Reise Know-How, Bielefeld. ISBN 3-89416-771-8.
* Rolf Blancke: Farbatlas exotische Früchte: Obst und Gemüse der Tropen und Subtropen. Stuttgart: Ulmer 2000, ISBN 3-8001-3520-5.
* Wilhelm Lötschert und Gerhard Beese: Pflanzen der Tropen: 323 Zier- und Nutzpflanzen. 4. überarbeitete Auflage. BLV, München 1992. ISBN 3-405-14448-5. Bestimmungsbuch, das mit guten Fotos über die exotischen Früchte auf dem einheimischen Markt aufklären hilft.
* Christa Weil: Cuisine Fatale: ein Potpourri aus der internationalen Extremküche. Ullstein, Berlin 2007, ISBN 3-54836-923-5. Buch über kuriose Speisen mit Informationen zum kulturellen Hintergrund und mit besonderem Fokus auf die Besonderheiten beim Versuch des Verzehrs.

Weblinks


* Allgemeine Infos zur Durian (englisch)
* aus „Durio – A Bibliographic Review“: Medicinal and Toxicological Properties Ipgri.cgiar.org. (englisch)
* http://www.thaipage.ch/autor/stevens/fruechte/durian.php
* Artikel über die Durian-Frucht in Ternes et al.: Lebensmittellexikon, Behrs Verlag
* http://www.daslaenderportal.de/asien-naher-osten/die-thailander-und-die-durian-frucht/

Einzelnachweise


Kategorie:Malvengewächse
Kategorie:Obst



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